Wenn aus Misstrauen Gewalt wird

Do., 03.04.2025, 19 Uhr / Sabine Bode
In den 1970er Jahren begann in Westdeutschland die
durchaus ergiebige Aufarbeitung unserer unheilvollen
Vergangenheit. Man kann sie eine akademische Aufarbeitung
nennen, weil sie zu keiner Offenheit in den
Familien führte. Selbst bei den Kriegsenkeln, die sich
später an die emotionale Aufarbeitung machten, dominierten
Lücken. Sie sahen vor allem das Leid der Eltern,
die Kriegskinder waren. Viele Menschen übernahmen
ungeprüft die Aussagen zur Familienerinnerung, zum
Beispiel die Legende vom Naziopa, der im Familiengedächtnis
als Widerständler weiterlebte. Angesichts des
zunehmenden Rechtsextremismus ist es an der Zeit,
noch einmal die eigene Familiengeschichte zu untersuchen,
mit dem Fokus auf Verstrickungen in der NS-Zeit.
Das Aufdecken hartnäckiger Lügen im Familiengedächtnis
kann Fehleinschätzungen und Verwirrungen
auflösen, was enorm hilfreich sein kann, wenn es darum
geht, in der heutigen Gesellschaft subtile Lügen
von Populisten zu entlarven.
Die Histo-Guides bieten vor den Vorträgen eine Kurzführung durch den Historischen Lernort Neulandhalle an. Beginn: 18 Uhr. Sollte das Wetter eine Außenführung nicht zulassen, findet die Führung nur in der Halle statt.
Das Platzangebot für die Veranstaltungen ist begrenzt! Um sicherzustellen, dass Sie einen Platz erhalten, bitten wir um eine vorherige Anmeldung unter mail@vhs-dithmarschen.de oder 04832-4243.